Erzeugt veganischer Cannabisanbau bessere Terpene? Die Wissenschaft erklärt

Die Terpenproduktion von Cannabis verleiht Cannabispflanzen ihre einzigartigen und charakteristischen Aroma- und Geschmacksprofile. Terpene spielen beim Cannabisanbau eine wichtige Rolle und reichen in ihrer Aromatik von Zitrus- und Kiefernoten bis hin zu erdigen, floralen, würzigen und kraftstoffähnlichen Nuancen. Sie kommen außerdem in Früchten, Gemüse und Blüten vor.

Wenn du dich schon einmal gefragt hast, wie sich Cannabis-Terpene erhöhen und die Terpenproduktion verbessern lassen, gibt es dafür verschiedene Ansätze. Einer davon ist die Versorgung der Pflanzen mit veganischen Nährstoffen.

Die Cannabis-Terpenproduktion kann durch die Nährstoffversorgung der Pflanzen beeinflusst werden und dazu beitragen, dass sich Aroma und Geschmack stärker ausprägen. In diesem Artikel erklären wir, welchen Einfluss veganischer Anbau auf Terpene haben kann, was Terpene sind und warum sie beim Anbau so wichtig sind.

Nahaufnahme einer Cannabisblüte mit vielen sichtbaren Trichomen und harzreichen Blättern
Nahaufnahme einer Cannabisblüte mit vielen sichtbaren Trichomen und harzreichen Blättern

Erzeugt veganischer Anbau bessere Terpene? Die Wissenschaft erklärt

Ohne einen direkten Vergleich unter identischen Bedingungen lässt sich nicht eindeutig sagen, dass vegane Anbaumethoden die Cannabis-Terpene automatisch erhöhen. Wenn das Ziel eine möglichst gute Terpenproduktion ist, sollte vielmehr eine Kombination verschiedener Faktoren betrachtet werden.

 

Cannabis-Terpene, veganischer Anbau und Terpenqualität

Beim veganischen Anbau werden in der Regel keine tierischen Ausgangsstoffe verwendet. Stattdessen kommen pflanzliche, mineralische und mikrobielle Quellen zum Einsatz. Die Cannabispflanze nimmt Nährstoffe letztlich jedoch in für sie nutzbaren Formen auf, unabhängig davon, aus welcher ursprünglichen Quelle sie stammen. Einen größeren Unterschied kann das Anbauumfeld rund um die Pflanze machen, zum Beispiel:

  • gesunde Wurzeln
  • terpenreiche Genetik
  • der richtige Cannabis-pH-Wert
  • eine ausgewogene Nährstoffversorgung
  • passende Lichtintensität
  • geeignete Cannabis-Temperatur
  • geeignete Cannabis-Luftfeuchtigkeit
  • gute Belüftung
  • die richtige Trocknungsmethode

 

Cannabis-Terpenproduktion beim veganischen Anbau

Die Terpenproduktion von Cannabis ist ein komplexer biologischer Prozess, der von der Genetik und der Umgebung der Pflanze beeinflusst wird. Cannabis-Terpene entstehen über spezialisierte Stoffwechselwege. Unterschiedliche Sorten besitzen ein unterschiedliches genetisches Potenzial für bestimmte Terpenkombinationen.

Ein veganisches Anbausystem kann ein Umfeld schaffen, von dem Grower annehmen, dass es eine gesunde biologische Aktivität unterstützt, insbesondere bei einem biologisch aktiven Substrat. Das bedeutet jedoch nicht, dass ein solches System die Terpenproduktion automatisch erhöht. Dasselbe gilt für organischen Anbau oder Living Soil. Für eine möglichst hohe Terpenproduktion müssen die oben genannten Umweltfaktoren gemeinsam optimiert werden.

 

Wie du Cannabis-Terpene auf natürliche Weise erhöhen kannst

Wenn du die Terpenproduktion deiner Cannabispflanzen unterstützen möchtest, solltest du alle wichtigen Grundlagen des Anbaus im Blick behalten.

 

Gesunde Wurzeln

Das Wurzelsystem ist die Lebensgrundlage deiner Pflanzen. Deshalb ist es sinnvoll, die Wurzeln gesund zu halten und mit nützlichen Bakterien und Pilzen zu unterstützen. Kontrolliere die Wurzeln regelmäßig und unterstütze die Wurzelzone bei Bedarf mit geeigneten mikrobiellen Anwendungen. Die englische Quelle nennt an dieser Stelle zusätzlich eine Anwendung mit „tea or powder“ alle zwei Wochen, ist sprachlich jedoch nicht eindeutig formuliert.

 

Terpenreiche Genetik

Die Genetik, mit der du startest, ist entscheidend. Manche Sorten sind deutlich aromatischer und terpenreicher als andere, und dieses Potenzial wird wesentlich genetisch bestimmt. Viele Sorten aus den USA sind für ihre intensiven Geschmacksprofile bekannt.

 

Der richtige Cannabis-pH-Wert

Ein korrekt eingestellter pH-Wert sorgt dafür, dass die Nährstofflösung im optimalen Bereich für Nährstoffaufnahme und Verfügbarkeit liegt. Bei Anbau in Erde sollte der pH-Wert laut Quelle zwischen 6,0 und 7,0 liegen, um eine Nährstoffsperre zu vermeiden.

 

Ausgewogene Nährstoffversorgung

Eine konstante und ausgewogene Nährstoffversorgung hilft dabei, Nährstoffmängel und Überdüngung zu vermeiden. Es empfiehlt sich, einem Düngeschema zu folgen. Genau hier ist die VGN-Linie von Atami auf eine einfache und konsistente Anwendung ausgelegt.

 

Lichtintensität

Cannabispflanzen benötigen viel Licht, können aber auch zu hoher Lichtintensität ausgesetzt werden. Lichtstress oder Lichtbrand kann die Pflanze schädigen und sich negativ auf die Terpenproduktion auswirken. Blühende Cannabispflanzen benötigen deshalb eine passende Lichtintensität und geeignete PPFD-Werte.

 

Cannabis-Temperatur und Luftfeuchtigkeit

Überwache den Growraum mit einem digitalen Hygrometer und halte die Umgebung möglichst konstant in einem pflanzenfreundlichen Bereich. Temperatur und Luftfeuchtigkeit gehören zu den wichtigsten Faktoren für die Terpen- und Trichomproduktion. Werden Cannabispflanzen zu heiß, kann Hitzestress entstehen. Das kann die Blüten beeinträchtigen und nach dem Trocknen zu einem weniger intensiven Aroma führen.

 

Belüftung

Die Belüftung im Growraum sollte dafür sorgen, dass sich die Luft frisch anfühlt, ausreichend Frischluft von außen zugeführt wird und die Temperatur während der Beleuchtungsphase möglichst nahe bei 24 °C bleibt.

 

Cannabis richtig trocknen

Die Art, wie Cannabis nach der Ernte getrocknet wird, kann einen großen Einfluss auf das Endergebnis haben. Grower haben unterschiedliche bevorzugte Methoden. Laut Quelle ist es besonders wichtig, Temperatur und Luftfeuchtigkeit im Trockenraum über 14 bis 21 Tage möglichst konstant zu halten. Als konkrete Empfehlung nennt die Quelle 15 °C und 55 % relative Luftfeuchtigkeit bei einer Trocknungsdauer von 14 Tagen.

Messung des Cannabis pH-Werts im Substrat einer blühenden Cannabispflanze mit digitalem pH-Messgerät
Ein korrekt eingestellter Cannabis pH-Wert unterstützt die Nährstoffaufnahme und hilft, optimale Bedingungen für gesundes Wachstum und die Blütenentwicklung zu schaffen.

Cannabis-Terpenproduktion: Genetik und Umwelt

Es gibt zwei zentrale Wege, um das Terpenpotenzial deiner Pflanzen bestmöglich auszuschöpfen: terpenreiche Genetik auswählen und die Anbauumgebung so einstellen, dass sie gesundes Pflanzenwachstum und eine gute Blütenentwicklung unterstützt.

Im Folgenden erklären wir, wie sich Pflanzengenetiken in ihren Terpenprofilen unterscheiden und welche Umweltfaktoren dazu beitragen können, dass blühende Cannabispflanzen intensiver riechen und nach der Ernte möglichst viele ihrer Terpene bewahren.

 

Cannabis-Terpenproduktion und Pflanzengenetik

  • Die Genetik gehört zu den wichtigsten Faktoren für die Cannabis-Terpenproduktion.
  • Unterschiedliche Cannabis-Cultivare bilden von Natur aus unterschiedliche Terpenprofile.
  • Ein von Natur aus hohes Terpenpotenzial bietet eine bessere Ausgangsbasis.
  • Die Genetik beeinflusst, welche Terpenverbindungen eine Pflanze bilden kann.

 

Umweltfaktoren, die Cannabis-Terpene unterstützen können

  • Ausreichend Licht unterstützt Photosynthese sowie eine gesunde Pflanzen- und Blütenentwicklung.
  • Temperaturen in einem geeigneten Bereich können dabei helfen, flüchtige Terpenverbindungen zu schützen.
  • Eine passende Luftfeuchtigkeit unterstützt gesunde Pflanzen und reduziert Umweltstress.
  • Ein gesundes Wurzelsystem hilft der Pflanze, Wasser und Nährstoffe effizient aufzunehmen.
  • Gute Luftzirkulation unterstützt ein stabiles Anbauklima.
  • Der Erntezeitpunkt kann Aroma und Geschmack des Endprodukts beeinflussen.
  • Trocknung, Curing und Lagerung sind besonders wichtig, weil Terpene flüchtig sind.
Gesunde Cannabis-Wurzeln mit dichtem weißen Wurzelgeflecht rund um den Wurzelballen
Gesunde Cannabis-Wurzeln unterstützen die Aufnahme von Wasser und Nährstoffen und schaffen eine wichtige Grundlage für kräftiges Pflanzenwachstum.

Wie du Cannabis-Terpene nach der Ernte bewahrst

Die Genetik legt einen großen Teil des Potenzials einer Pflanze fest, während die Anbauumgebung beeinflusst, wie dieses Potenzial zum Ausdruck kommt. Die Nährstoffversorgung unterstützt eine gesunde Entwicklung. Ernte, Trocknung und Lagerung bestimmen anschließend mit, wie viel des entstandenen Aromas erhalten bleibt.

Wähle terpenreiche Genetik, sorge für geeignete Anbaubedingungen, halte die Nährstoffversorgung ausgewogen, vermeide unnötigen Stress, ernte zum passenden Zeitpunkt und schütze die Blüten während Trocknung und Lagerung. Laut Quelle kann das tägliche Öffnen der Curing-Gläser für etwa 10 Minuten Geschmack und Milde des getrockneten Cannabis verbessern.

  • Curing-Gläser sollten vor direktem Sonnenlicht geschützt aufbewahrt werden.
  • Beim „Burping“ wird der Deckel des Glases täglich für etwa 10 Minuten geöffnet.
  • Grower berichten, dass ein Curing über drei bis sechs Monate zu einem besonders angenehmen Raucherlebnis führen kann.

 

Meine Einschätzung zu veganischen Cannabis-Terpenen

Ich kann nicht eindeutig sagen, dass vegane Anbaumethoden Aroma- und Geschmacksprofile stärker verbessern als der Anbau in Erde oder Hydroponik. Entscheidend ist, dass die Anbauumgebung für Cannabis geeignet ist, die Pflanzen konstant und ausgewogen ernährt werden und der pH-Wert der Nährstofflösung regelmäßig kontrolliert wird.

Nimm dir außerdem Zeit, die Blüten in einem temperaturkontrollierten Raum richtig zu trocknen. Growzelte lassen sich dafür einfach auf- und abbauen und können zur Geruchskontrolle an Aktivkohlefilter angeschlossen werden. Hochwertige Genetik, die für intensive Aromen und Geschmacksprofile bekannt ist, gehört zu den einfachsten Möglichkeiten, ein hohes Terpenpotenzial auszuschöpfen, kombiniert mit der Atami VGN-Linie.

Gläser mit getrockneten Cannabisblüten beim Cannabis Curing und bei der Lagerung
Beim Cannabis Curing werden getrocknete Blüten in Gläsern gelagert, um Aroma, Terpene und die Qualität der Blüten nach dem Trocknen möglichst gut zu bewahren.