Der Begriff „Terpene“ wird in der Cannabis-Szene oft verwendet, um zu beschreiben, wie aromatisch oder schmackhaft eine Cannabisblüte ist. Es gibt über 150 verschiedene Terpene, die uns bekannt sind, und Cannabis ist eine der terpenreichsten Pflanzen, die es auf unserem Planeten gibt!
In diesem Artikel werde ich alles aufschlüsseln, was Sie über Cannabis-Terpene wissen müssen: was sie sind und warum sie so wichtig sind. Ich werde ihre enge Verbindung zu Cannabinoiden und deren Wirkungen erläutern, die Unterschiede zwischen den gängigsten Terpenen wie Myrcen, Caryophyllen und Linalool erklären sowie den Entourage-Effekt und die Wirkung von Terpenen beleuchten.
Eine Liste von Cannabis-Terpenen und ihren Wirkungen
Das Tolle am Cannabisanbau ist, dass man eine riesige Bandbreite an Aromen erleben kann. Normalerweise unterteilen wir das Profil einer Cannabispflanze in fruchtig, blumig, erdig und gasartig; dies ist jedoch eine sehr grobe Einteilung. Nachfolgend findest du eine Liste der am häufigsten vorkommenden Terpene in Cannabis und ihrer Wirkungen.
- Myrcen – Verbunden mit einem moschusartigen und erdigen Aroma und einer tief entspannenden Wirkung
- Limonen – Ein spritziges Zitrusaroma, das eine positive und beschwingte Stimmung hervorruft
- Pinen – Ein Aroma von Kiefer und Holz, das die Konzentration fördert und Klarheit schafft
- Caryophyllen – Würzig, moschusartig und pfeffrig, bekannt für seine therapeutische und schmerzlindernde Wirkung
- Linalool – Blumiges und frisches Aroma, verbunden mit einer beruhigenden, angstlösenden Wirkung
- Terpinolen – Frischer und kräuterartiger Duft, wirkt aufmunternd, aber beruhigend
- Humulen – Hat ein holziges und hopfenartiges Aroma und kann bei Stress und Migräne helfen
- Ocimen – Kräuterartig und holzig, mit süßen Obertönen. Aufmunternd und energiespendend
- Camphen – Erdiges und kräuterartiges Aroma mit starker antioxidativer Wirkung
Cannabis-Terpene erklärt: Warum Terpene im Cannabis wichtig sind
Der Grund, warum Terpene beim Anbau von Cannabis so wichtig sind, liegt darin, dass sie maßgeblich für das einzigartige Aroma- und Geschmacksprofil von Cannabis verantwortlich sind. Terpene spielen nicht nur eine entscheidende Rolle für das Aroma, sondern wirken auch zusammen mit Cannabinoiden auf die Wirkung beim Konsum ein.
Welche anderen Inhaltsstoffe machen die Cannabispflanze also so besonders?
Cannabinoide sind Stoffe, die Cannabispflanzen während der Blütephase produzieren. Im Inneren der Trichomköpfe werden die ätherischen Öle gebildet und gespeichert. Zwischen Terpenen, Cannabinoiden und Flavonoiden besteht ein harmonisches Zusammenspiel. Nachfolgend finden Sie eine Liste der bekanntesten Cannabinoide.
- Tetrahydrocannabinol (THC)
- Cannabidiol (CBD):
- Cannabinol (CBN):
- Cannabichromen (CBC)
- Tetrahydrocannabivarin (THCV)
- 11-Hydroxy-THC
- Cannabidiolsäure (CBDA)
- Cannabichromensäure (CBCA)
- Cannabigerol (CBG)
- Cannabicyclol (CBL)
- Cannabidivarin (CBDV)
Myrcen-Terpen: Aroma, Funktion und Wirkungen von Myrcen-Terpen
Eines der am häufigsten vorkommenden Terpene, das bei chromatographischen Laboruntersuchungen in Cannabispflanzen nachgewiesen wird, ist Myrcen. Es handelt sich um dasselbe Terpen, das auch in Mangos, Zitronengras und Hopfen vorkommt, und es wird stark mit den entspannenden, schläfrig machenden und beruhigenden Wirkungen nach dem Konsum eines Joints in Verbindung gebracht. Das Aroma von Myrcen lässt sich als erdig, moschusartig, kräuterartig und würzig beschreiben. Das Geschmacksprofil von Myrcen umfasst Zitrus-, Nelken- und Balsamnoten mit leicht süßlichen Obertönen.
- Myrcen hat eine tief entspannende und stresslindernde Wirkung
- Es kann zur Schmerzlinderung beitragen und entzündungshemmende Eigenschaften besitzen
- Indica-Cannabispflanzen weisen typischerweise einen hohen Myrcen-Gehalt auf
Das Terpen Caryophyllen: Einzigartige Eigenschaften und Wirkungen von Caryophyllen
Caryophyllen hat ein unverwechselbares holziges, würziges, moschusartiges und pfeffriges Aroma mit Noten von Kraftstoff, Benzin und Zimt. Es gehört zu den Terpenen, die Pflanzen ein klassisches, erdiges Profil verleihen. Der Geschmack von Caryophyllen wird als holzig, würzig und scharf beschrieben.
- Dieses Terpen hat starke entzündungshemmende Eigenschaften
- Wird auch mit Schmerzlinderung in Verbindung gebracht
- Girl Scout Cookies und GG#4 sind Caryophyllen-dominant
Wirkungen des Terpens Linalool: Blumige Noten und mögliche Vorteile
Linalool kommt in Lavendel und Minze vor und ist ein kräftiges, spritziges, blumiges Terpen. Das Aroma von Linalool wird als würzig, zitrusartig und blumig mit süßen Lavendeltönen beschrieben. Cannabis mit hohem Linalool-Gehalt weist oft ein ausgewogenes Geschmacksprofil auf, das süß, kräuterartig und blumig ist.
- Linalool ist bekannt für seine angstlösenden und beruhigenden Eigenschaften
- Eine starke und sedierende Wirkung, die Müdigkeit und Couch-Lock verursachen kann
- Grandaddy Purple und Zkittles weisen nach Tests einen hohen Linalool-Gehalt auf
Wie Terpene und Cannabinoide harmonisch zusammenwirken
Auch wenn wir Cannabinoide mit der Ursache für die Wirkung auf den Geist oder den Körper in Verbindung bringen, sind Terpene ebenso wichtig und maßgeblich daran beteiligt. Cannabinoide und Terpene werden gemeinsam gebildet, und wenn sie harmonisch zusammenwirken, entsteht der Entourage-Effekt.
Das bedeutet, dass Terpene und Cannabinoide voneinander abhängig sind, um eine bestimmte Wirkung zu erzielen. Eine gute Analogie ist der Vergleich mit nützlichen Mikroorganismen, die eine harmonische Beziehung zu den Wurzeln der Cannabispflanze aufbauen.
Welche Nährstoffe von Atami fördern die Terpenproduktion?
Als Züchter ist es unser Ziel, möglichst aromatisches und geschmacksintensives Cannabis zu produzieren, und wir möchten, dass es genauso gut ist wie die Blüten, die wir gerne in einem niederländischen Coffeeshop oder einem spanischen Social Club kaufen. Nun, in diesem Fall kann es sich für alle Hobbyzüchter enorm auszahlen, zu wissen, womit man seine Pflanzen während der Blütephase düngen muss, um die Terpenproduktion zu steigern. Um das ultimative Aroma und den besten Geschmack zu erzielen, empfehlen wir die Verwendung der VGN-Veganic-Düngerserie in Kombination mit unserem Janeco Light Mix-Erdsubstrat.
- VGN-Düngemittel sind eine pflanzliche Nährstoffserie, die für den veganen Anbau entwickelt wurde.
- Ausschließlich aus veganen pflanzlichen Produkten gewonnen und hergestellt
- Steigert das Aroma und das Terpenprofil von Cannabis während der Blütezeit deutlich
- Fördert die Bodenmikrobiologie und lässt das Nahrungsnetz im Boden gedeihen
- Ein chemikalienfreies Produkt, das mit Erde verwendet werden kann
Weitere biologische Methoden zur Steigerung der Terpenproduktion
Wenn Sie lieber mit einer chemiefreien Düngerserie anbauen und Ihren Anbau so biologisch und natürlich wie möglich gestalten möchten, sind die drei folgenden Methoden genau das Richtige für Sie. Meiner Erfahrung nach verbessern die folgenden biologischen Hilfsmittel in Ihren Cannabiskulturen den Geschmack, das Aroma, die Pflanzengesundheit und Vitalität sowie das Nahrungsnetz im Boden erheblich.
Belüftete Bio-Komposttees
Um belüfteten Tee herzustellen, benötigen Sie lediglich einen Ausströmer, eine Luftpumpe, einen Eimer und chlorfreies Wasser. Füllen Sie zunächst den Eimer mit Wasser, dessen pH-Wert angepasst wurde, und lassen Sie Wurmhumus oder frisch geernteten Kompost in einem Mikron-Netzbeutel ziehen. Der Tee muss 24 Stunden lang belüftet werden, um eine möglichst hohe Keim- und Pilzkonzentration zu erreichen.
Wurmhumus
Würmer sind der beste Freund jedes Gärtners, da sie nicht nur nährstoffreiche, langsam freisetzende Nahrung produzieren, die von Millionen nützlicher Bakterien durchzogen ist, sondern beim Herumkriechen auch den Boden belüften. Wurmhumus, wie beispielsweise Worm Delight, ist ein aminosaurehaltiger, langsam freisetzender Dünger, der alle 7 bis 14 Tage als Oberflächenbehandlung ausgebracht werden kann, um die Pflanzen gesund und kräftig zu halten und die Terpenproduktion zu steigern.
Mein Fazit
Genauso wie jedes Parfüm seinen ganz eigenen Duft und seine eigenen Eigenschaften hat, verhält es sich auch bei Cannabispflanzen. Terpene verleihen Obst, Gemüse und Cannabis ihre charakteristische Note – ohne Terpene bestünden Cannabispflanzen lediglich aus Cannabinoiden. Wenn du den Terpengehalt deiner Pflanzen wirklich steigern möchtest, solltest du darauf achten, dass deine Pflanzen mit organischen Düngemitteln versorgt werden, wie beispielsweise der VGN-Produktreihe, oder zu Hause belüfteten Tee aufbrühen!